Details


"...all diese fingierten, notierten, in meinem Kopf ungefähr wieder zusammengesetzten Ichs"

Autobiographie und Autofiktion
Sommerakademie Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Band 3

von: Elio Pellin, Ulrich Weber

14,99 €

Verlag: Wallstein
Format: PDF
Veröffentl.: 24.07.2012
ISBN/EAN: 9783835322660
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 208

Dieses eBook erhalten Sie ohne Kopierschutz.

Beschreibungen

Dass jede literarische Selbstdarstellung fiktionale Elemente beinhaltet, ist in der gegenwärtigen Autobiographie-Diskussion unbestritten. Mit dem von Serge Doubrovsky geprägten Terminus "Autofiktion" hat sich die Forschung verstärkt literarischen Texten zugewendet, die fiktionales und faktuales Erzählen der eigenen Biographie mehr oder minder offensichtlich vermischen und so die Problematik literarischer Selbstthematisierung reflektieren. Ausgehend von der theoretischen Diskussion um Autobiographie und Autofiktion werden Texte und Textentwürfe von Robert Walser, Annemarie Schwarzenbach, Paul Nizon, Friedrich Dürrenmatt und Urs Widmer mit ihren je eigenen und nicht selten eigenwilligen Konzepten des literarischen Umgangs mit der Biographie untersucht. Aus dem Inhalt: Peter Gasser: Autobiographie und Autofiktion. Einige begriffskritische Bemerkungen Lucas Marco Gisi: Der autofiktionale Pakt. Zur (Re-)Konstruktion von Robert Walsers Felix-Szenen Heidy Margrit Müller: "Je serai Archéologue" - ein autofiktionales Lebenskonzept bei Annemarie Schwarzenbach Ulrich Weber: Friedrich Dürrenmatts "Stoffe" als Autofiktion Elio Pellin: Mit Schere und Klebstreifen. Die Literarisierung von Paul Nizons Journalen Vertrieb in der Schweiz über den Chronos Verlag ISBN 978-3-0340-1110-5
Aus dem Inhalt:
Peter Gasser: Autobiographie und Autofiktion. Einige begriffskritische Bemerkungen

Wolfram Groddeck: "Versuch, ein Selbstbildnis herzustellen". Ein philologisch-poetologischer Kommentar zu Robert Walsers Prosastück Meine Bemühungen

Robert Walser: Meine Bemühungen. Faksimile und Transkription

Lucas Marco Gisi: Der autofiktionale Pakt. Zur (Re-)Konstruktion von Robert Walsers "Felix"-Szenen

Heidy Margit Müller: "Je serai Archéologue" - ein autofiktionales Lebenskonzept bei Annemarie Schwarzenbach

Ulrich Weber: "... immer noch mit dem unnützen Problem beschäftigt, ob der Identitätssatz A=A stimme": Friedrich Dürrenmatts autofiktionales Spätwerk

Reto Sorg: Autofiktionalität und Heterotopie. Paul Nizons Selbsterfindung im "schöpferischen Apparat" des Journals

Elio Pellin: Mit Schere und Klebstreifen. Die Literarisierung von Paul Nizons Journalen

Irmgard Wirtz: Autobiographie als Autofiktion: Urs Widmers Archiv im SLA
Die HerausgeberElio Pellin, geb. 1964, Literaturwissenschaftler, Publizist und Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsbibliothek Bern; Projektleiter der Sommerakademie Schweizer Literatur am Centre Dürrenmatt Neuchâtel 2006, 2008 und 2010.Ulrich Weber, geb. 1961, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern; Co-Organisator der Sommerakademie Schweizer Literatur im Centre Dürrenmatt; Lehrbeauftragter an der Universität Fribourg.In der Reihe zuletzt erschienen:"Wir stehen da, gefesselte Betrachter": Theater und Gesellschaft (Sommerakademie Centre Dürrenmatt Neuchâtel, hg. vom Schweizerischen Literaturarchiv, Bd. 2)

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